Harnsteinleiden

Wie Diabetes mellitus und Dickleibigkeit ist das Harnsteinleiden eine Zivilisationskrankheit. In den letzten 30 Jahren hat die Häufigkeit stetig zugenommen, so dass man mit einem Auftreten bei bis zu 5% der Bevölkerung Deutschlands rechnet.
 

Ganz allgemein sind Harnsteine Ablagerungen aus Harnsalzen. Kommen diese in zu hoher Konzentration im Urin vor, können sich zunächst kleine Kristalle bilden, die im Laufe der Zeit zu einem Stein heranwachsen können.

Um die Ursache der Steinbildung bestimmen zu können, sollte die Zusammensetzung analysiert werden.

Es werden 3 Gruppen von Harnsteinen unterschieden:

  • Steine durch Ernährungsfehler bzw. erworbener Stoffwechseldefekten (Harnsäure, Kalziumoxalate)
  • Steine durch Harnwegsinfektionen (Struvit, event. Karbonatapatit)
  • Steine durch genetische Ursachen (Zystin, Xanthin)
 

Meistens bestehen Harnsteine aus mehreren dieser Stoffe. Zur Behandlung stehen eine Vielzahl von Verfahren zur Verfügung. 50-70% aller Harnsteine gehen mit einer unterstützenden medikamentösen Therapie auf natürlichem Wege ab. Sollte dies wegen Lokalisation und Größe nicht möglich sein bzw. nicht gelingen stehen weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

  • Zertrümmerung der Steine durch Stoßwellen von außen (ESWL, ambulante Durchführung in der imland Klinik Eckernförde)
  • Einführung eines Instruments durch einen Stichkanal am Rücken in die Niere in Narkose. Zertrümmerung des Steines mit Ultraschall oder Laser und nachfolgende Entfernung (perkutane Nephrolitholapaxie)
  • Einführung eines Instrumentes in den Harnleiter bis zum Stein, wie bei einer Blasenspiegelung. Zertrümmerung des Steines ebenfalls mit Ultraschall oder Laser (Stein-Ureterorenoskopie)
 

Hier einige Empfehlungen zur Vorbeugung von Harnsteinen.